Hartz IV contra Gesundheit
Vermutlich ist die Gefahr durch die Tauben Krankheiten zu bekommen, genauso groß wie beim "
Russischen Roulette" eine Kugel zu bekommen.
Keine Frage, Tauben können eine Plage sein: D
afür gibt es jedoch
professionelle Firmen. Achso: Selbige kosten natürlich,...einiges mehr!
Es muss davon ausgegangen werden, das nicht Ansatzweise, die
erforderlichen Schutzmaßnahmen eingehalten werden, geschweige denn;
D
ie Kosten für die zum Beispiel: erforderliche
"professionelle Reinigung" der Bekleidung von der Stadt getragen werden!?
Die Ansammlung von Krankheiteregern darf der Hartz
IV- Bezieher vermutlich mit nach Hause zu seinen Kindern nehmen und
selbst versuchen, "loszuwerden"!?
Weiterhin stellen sich Fragen, wie:
-Welche Entschädigung bekommen eigentlich die Menschen, wenn Sie oder jemand aus ihrem Umfeld dann Krank werden sollten?
-Wie sind sie tatsächlich versichert?
-Wer deckt eventuelle auch finanzielle Folgen durch Erkrankungen ab?
Hartz IV-Bezieher müssen Tauben fangen
(Quelle: gegge, hartz IV .de)
http://www.gegen-hartz.de/…/hartz-iv-bezieher-muessen-taube…
Bevor nun
einige (Bildgeprägte) Leser ihre
Kommentare abgeben, ist es erforderlich: Den nachfolgenden (etwas
längeren) Beitrag ebenfalls zu lesen.
Nach dem Motto: "Erst Lesen", "als zweites nachdenken" und dann erst "Kommentar schreiben", freue ich mich wie immer, über eure Reaktionen:
Eure @FHP
Zur Aufklärung:
Taubenplagen und Verschmutzungen sind grundsätzlich durch Fachleute und professionelle Ausrüstung zu bekämpfen!
Straßentauben sind fast immer mit Viren, Bakterien, Einzellern oder anderen Parasiten infiziert,
die prinzipiell auch dem Menschen gefährlich werden können.
Man spricht in diesem Fall von sog. humanpathogenen
Krankheitserregern. An dieser Stelle möchten wir Ihnen vor allem
Viruserkrankungen, bakterielle Krankheiten und durch Pilze
hervorgerufene Erkrankungen vorstellen, die von Straßentauben auf den
Menschen übertragen werden können.
Gefahrenpotenzial = Sehr Hoch
Biologisch / Medizinische Fakten
Humanpathogene Viruserkrankungen der Straßentaube
Bislang wurden bei Straßentauben
6 humanpathogene
Viruskrankheiten nachgewiesen. Dies waren Influenza (Echte Grippe),
Paramyxovirose, Röteln, St. Louis Enzephalitis, Western Equine
Encephalomyelitis und West Nil Virus. Allerdings konnte bislang noch
keine Virus-Übertragung von infizierten Tauben auf den Menschen
zweifelsfrei belegt werden.
Besonders interessant für den Schädlingsbekämpfer
ist die Frage, ob Tauben die auch für den Menschen gefährliche Form der
Vogelgrippe übertragen können. Die Vogelgrippe ist eine seit mehr als
einhundert Jahren bekannte Erkrankung bei Vögeln, die weltweit
verbreitet ist. Sie wird vom Influenza-A-Virus verursacht, das in
16
Unterarten auftritt. Der aus Asien stammende Influenza-A-Subtyp H5N1
ist u. a. für Hühner und Enten hoch ansteckend und auch Menschen können
an diesem Virus erkranken. Tauben kommen ebenfalls als Vektoren für die
Übertragung von Influenza-A-Viren in Frage. Im Jahre 2002 wurde das
H5N1-Virus
erstmals bei einer toten Straßentaube in Hong Kong nachgewiesen.
Laboruntersuchungen zeigten aber, dass Straßentauben für das H5N1-Virus
nur wenig empfänglich sind und das Virus daher vermutlich auch nur
selten weitergeben dürften.
Dass dies aber nicht völlig ausgeschlossen werden
kann, zeigt eine Beobachtung aus Thailand. Hier wurde eine an H5N1
erkrankte Hauskatze gefunden, die zuvor eine tote Straßentaube gefressen
hatte. In der Umgebung wurden anschließend mehrere tote Straßentauben
aufgesammelt, bei denen das H5N1-Virus ebenfalls nachgewiesen wurde.
Nach den bislang vorliegenden Informationen besteht zwar derzeit keine
Gefahr, dass es in Straßentauben-Populationen zum Ausbruch von
Vogelgrippe-Epidemien kommen könnte. Falls das humanpathogene H5N1-Virus
allerdings so mutieren sollte, dass es für Tauben hoch infektiös werden
würde, müssten geeignete Maßnahmen ergriffen werden, um die Bevölkerung
vor einer Ansteckung zu schützen.
Schädlingsbekämpfer können sich vor einer möglichen
Ansteckung mit dem Vogelgrippevirus am besten durch das Anlegen von
Schutzkleidung und Atemschutzmaske schützen, wenn sie Taubenkot beseitigen oder Taubenabwehrmaßnahmen durchführen.
Eine andere Viruserkrankung, die häufig bei
Straßentauben nachgewiesen wird, ist die Paramyxovirose. Eine
Übertragung der Paramyxovirose von Straßentauben auf den Menschen wurde
bislang zwar noch nicht beschrieben, scheint aber durchaus möglich zu
sein.
Da Stämme vom Paramyxovirus Typ I für Hühner ansteckend
sind, besteht außerdem die Gefahr dass die Erkrankung von verwilderten
Haustauben auf Geflügel übertragen wird.
Humanpathogene bakterielle Erkrankungen der Straßentaube
Bei Straßentauben kommen mindestens
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humanpathogene Bakterienarten bzw. Serovare vor. Für drei dieser
Pathogene konnte bislang eine Übertragung von infizierten Tauben auf den
Menschen nachgewiesen werden. Es handelt sich dabei um Salmonella
enterica, den Erreger der Salmonellose, Coxiella burnetti, den Erreger
des Q-Fiebers, sowie um Chlamydophila psittaci, den Erreger der
Ornithose.
Die häufigste, von Tauben übertragene bakterielle
Erkrankung ist die Ornithose oder Papageienkrankheit, die durch das
Bakterium Chlamydophila psittaci verursacht wird.
Im Rahmen zahlreicher, weltweit durchgeführter Studien wurden
durchschnittlich bei 44,6 % der untersuchten Tauben Antikörper gegen
Chlamydophila psittaci gefunden. Somit kam fast die Hälfte der
untersuchten Vögel im Laufe ihres Lebens mit dem Erreger in Kontakt.
Dieser hohe Wert lässt sich damit erklären, dass das Bakterium
regelmäßig
von den Altvögeln an die Nestlinge weitergegeben wird. Chlamydophila
psittaci kommt v. a. bei Vögeln aber auch bei Katzen, Hunden, Ziegen,
Schafen oder anderen Haustieren vor. Bakterienstämme von Vögeln,
insbesondere von Papageienartigen weisen eine höhere Humanpathogenität
auf als Stämme anderer Tiergruppen.
Vögel spielen als Infektionsquelle für den Menschen die wichtigste Rolle (daher auch der Begriff "Ornithose").
Chlamydophila psittaci ist ein intrazellulär
lebender Parasit und wird von infizierten Tieren z. B. mit dem Kot
ausgeschieden. Das Bakterium kann in Staub, getrocknetem Kot oder auf
Federn mehrere Monate außerhalb des Wirtes überleben. Bei Raumtemperatur
kann Chlamydophila psittaci selbst bei Austrocknung ungefähr vier
Wochen infektiös bleiben. Infizierte Vögel müssen selbst nicht unbedingt
Krankheitssymptome zeigen.
Dennoch scheiden sie den Erreger v. a. mit dem Kot aus.
Menschen infizieren sich mit der Ornithose v. a.
durch das Einatmen von kontaminiertem Staub, z. T. aber auch nach
direktem Kontakt mit infizierten Tieren, bzw. deren Ausscheidungen. Bis
zum Ausbruch der Krankheit vergehen beim Menschen zwischen vier und 15
Tage, in Extremfällen bis zu einem Monat. Vor Einführung der Antibiotika
starben rund 40 Prozent der Erkrankten. Heute sind Todesfälle zwar mit
einem Prozentsatz von unter fünf Prozent selten, die Krankheit nimmt
aber immer noch häufig einen schweren Verlauf.
Das Krankheitsbild ist vielfältig - fast jedes Organ kann betroffen sein.
Vorherrschend
ist eine fieberhafte Lungenentzündung. Daneben können Kopf-, Muskel-
und Gelenkschmerzen, eine Lebervergrößerung und Entzündungen des
Herzens, des Gehirns und der Bindehäute auftreten. Bis heute wurde die
Übertragung der Ornithose von Straßentauben auf den Menschen 101-mal
dokumentiert. In zwei Fällen nahm die Erkrankung dabei einen tödlichen
Ausgang.
Schädlingsbekämpfer gehören berufsbedingt zu den Personengruppen,
für die ein besonders hohes Risiko besteht sich mit der
Papageienkrankheit anzustecken.
Besonders bei der mechanischen Beseitigung von
getrocknetem Taubenkot auf Dachböden entstehen große Mengen an Staub,
der hochgradig mit dem Erreger der Papageienkrankheit kontaminiert sein
kann. Wird dieser Staub eingeatmet, so ist das Risiko an Ornithose zu
erkranken relativ hoch.
Nur die konsequente Verwendung von persönlicher Schutzausrüstung
(PSA), sowie die Benutzung einer Partikel filtrierenden Atemschutzmaske
(FFP2) bietet unter solchen Umständen Schutz davor an der
Papageienkrankheit zu erkranken.
Eine weitere bakterielle Erkrankung, die von
Straßentauben auf den Menschen übertragen werden kann, ist das Q-Fieber
(englisch: Query fever), welches durch das Bakterium Coxiella burnetii
verursacht wird. Das Bakterium kommt in zahlreichen Vogel- und
Säugetierarten vor. Coxiella burnetii konnte häufig auch aus Läusen,
Milben, Fliegen sowie über
40 Zeckenarten isoliert werden.
Zecken
gelten zugleich als Reservoir wie auch als wichtige Vektoren
(Überträger) des Erregers. So konnte zweifelsfrei belegt werden, dass
der Kontakt mit Coxiella burnetii-infiziertem Taubenkot und Taubenzecken
den Ausbruch von Q-Fieber beim Menschen verursachen kann. Das Bakterium
vermehrt sich in den Zellen seines Wirtsorganismus.
Außerdem besitzt es die Fähigkeit Dauerformen zu
bilden wodurch es z. B. in Staub, auf Heu oder Wolle jahrelang überleben
kann. Coxiella burnetii wird v. a. durch Inhalation von infektiösem
Staub oder durch direkten Kontakt zu infizierten Tieren übertragen.
Aus diesem Grund sollte bei der Beseitigung von Taubenkot, der
potenziell Dauerformen von Coxiella burnetii enthalten kann, unbedingt
auf entsprechende Schutzmaßnahmen geachtet werden.
Eine Infektion von Menschen, die durch das Einatmen
von Coxiella burnetii-haltigem Staub ausgelöst wurde, wurde schon bis zu
zwei Kilometer entfernt von infizierten Tierherden verzeichnet.
Beim Menschen vergehen zwischen zwei bis drei Wochen
bis die Krankheit ausbricht. Rund die Hälfte aller Infektionen
verlaufen unbemerkt oder mit milden, grippeähnlichen Symptomen und
heilen in ein bis zwei Wochen wieder aus.
Die akute Infektion beginnt meist mit hohem Fieber,
Schüttelfrost, Muskelschmerzen und ausgeprägten Stirnkopfschmerzen. Im
weiteren Verlauf können Lungen- oder Leberentzündung hinzukommen.
Seltener sind Herzmuskel- oder Hirnhautentzündungen. Ungefähr ein
Prozent aller Infektionen verlaufen chronisch. Unter Umständen kann der
Erreger in bestimmten Zellen im Blut, den sog. Makrophagen überleben. In
diesen Fällen kann die Krankheit spontan wieder ausbrechen. Dies
geschieht v. a. während der Schwangerschaft oder wenn das Immunsystem
der betroffenen Personen geschwächt ist.
Salmonellosen sind Erkrankungen, die durch Bakterien
der Gattung Salmonella verursacht werden und vorwiegend den Darm
betreffen. Salmonellen kommen weltweit unter anderem in Geflügel,
Schweinen, Rindern, aber auch in Reptilien vor. Sie werden meist durch
den Verzehr verunreinigter Lebensmittel auf den Menschen übertragen.
Bisher wurden über 2.000 verschiedene Salmonella-Serotypen gefunden.
Bei Straßentauben wurden bis heute
19
dieser Serotypen nachgewiesen. Eine Salmonellen-Erkrankung bricht in
der Regel 12 bis 72 Stunden nach Aufnahme der Salmonellen aus.
Charakteristisch für das Krankheitsbild ist wässriger Durchfall.
Daneben können auch Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen und Fieber
auftreten.
Die Symptome dauern in der Regel nur wenige Stunden oder Tage an. Bei einer in Kroatien durchgeführten Studie waren bis zu
15
Prozent der untersuchten Straßentauben mit Salmonellen infiziert. Der
definitive Nachweis einer Salmonellen-Übertragung von verwilderten
Haustauben auf den Menschen gelang bislang erst einmal. Hier kam es zu
einer Infektion mit Salmonella enterica (Serotyp Kiambu). Vermutlich
spielen Straßentauben bei der Übertragung von Salmonellen aber eine
wesentlich größere Rolle.
Humanpathogene Mykosen der Straßentaube
Mykosen sind Erkrankungen, die durch Pilze
verursacht werden. Mindestens 55 humanpathogene Pilzarten wurden bislang
im Kot, bzw. direkt im Körper der Straßentauben nachgewiesen. Für vier
dieser Pathogene konnte bislang eine Übertragung von infizierten Tauben
auf den Menschen nachgewiesen werden. Es handelt sich dabei um
Cryptococcus neoformans, den Erreger der Cryptococcose, Histoplasma
capsulatum, den Erreger der Histoplasmose, Candida parapsilosis, den
Erreger der Candidose, sowie um Schimmelpilze der Gattung Aspergillus,
die die sog. Aspergillose hervorrufen.
Die Pilze,
die diese Krankheiten auslösen, leben meist im Taubenkot, oder aber im
Erdreich. Sie gelangen hauptsächlich dann in den menschlichen Körper,
wenn Fruchtkörper der Pilze oder aber Pilzsporen inhaliert werden. Die
genannten Pilzarten gehören zu den sog. opportunistischen Erregern, die
hauptsächlich Menschen mit geschwächtem Immunsystem befallen. Besonders
gefährlich ist eine Erkrankung durch Schimmelpilze der Gattung
Aspergillus.
In mindestens 13 Fällen wurden derartige Schimmelpilze von erkrankten Straßentauben auf den Menschen übertragen.
9 der erkrankten Patienten
starben später an Aspergillose.
Schädlingsbekämpfer gehören berufsbedingt zu den
Personen, die besonders häufig mit Taubenkot und den darin enthaltenen
humanpathogenen Pilzsporen in Berührung kommen.
Um eine Ansteckung
mit gefährlichen Mykosen zu vermeiden, sollten sich Schädlingsbekämpfer
bei der Beseitigung von Taubenkot oder Taubenkadavern unbedingt vor dem
Einatmen von Pilzsporen durch die Verwendung einer effizienten Atemschutzmaske schützen.
Cryptococcus neoformans, der Erreger der Cryptococcose ist ein weltweit verbreiteter Hefepilz.
Der Pilz kann beim Menschen und anderen Säugern,
nicht aber bei Tauben eine Infektion verursachen. Da Taubenkot ein
geeignetes Substrat für das Wachstum von Cryptococcus neoformans
darstellt, fungieren Tauben als mechanische Träger des Erregers.
Generell gelten Taubenkot, sowie mit Taubenkot verunreinigte Erde als die wichtigsten natürlichen Infektionsquellen für Cryptococcose.
In einer spanischen Studie konnte Cryptococcus neoformans auch direkt in der Kloake von
verwilderten Haustauben
nachgewiesen werden. In verschiedenen Untersuchungen lag der
Prozentsatz, mit dem Cryptococcus neoformans in Taubenkot nachgewiesen
werden konnte, zwischen
sechs und 87,5 Prozent.
Der Mensch infiziert sich mit Cryptococcose
hauptsächlich durch das Einatmen von Staub, der mit Cryptococcus
neoformans kontaminiert ist.
Daneben kann eine Infektion über den Darm oder die Haut erfolgen. Eine Übertragung von Mensch zu Mensch kann ausgeschlossen werden. Im Körper verbreitet sich der Erreger über Blut und Lymphe.
Die Krankheit bricht in der Regel nur bei
Immungeschwächten Personen, wie z. B. AIDS-Patienten aus. Die primäre
Cryptococcose der Lunge selbst ist in der Regel symptomlos, führt aber
zur Streuung in den übrigen Körper, v. a. ins Zentralnervensystem mit
der Folge einer Hirnhautentzündung. Auch Haut- und
Schleimhaut-Infektionen treten häufig bei Cryptococcose häufig auf.
Histoplasma capsulatum, der Erreger der
Histoplasmose, wurde bislang bei mindestens zwei Gelegenheiten von
Straßentauben auf den Menschen übertragen. Insgesamt erkrankten dabei 91
Personen an Histoplasmose. Die Histoplasmose ist eine
Infektionskrankheit, bei der vorwiegend die Lunge befallen wird.
Die Ansteckung mit dem im Erdboden oder in Vogelkot lebenden Pilz
erfolgt durch Einatmen der Sporen. Über den Blutkreislauf kann Histoplasma capsulatum auch in Lymphknoten, Leber und Milz eindringen.
Die Aspergillose ist eine durch Pilze der Gattung
Aspergillus hervorgerufene Erkrankung. Aspergillose tritt meist nur bei
älteren Menschen oder bei Patienten mit geschwächtem Immunsystem auf.
Durch Einatmen der Pilzsporen entsteht eine Entzündung der Atemwege, die
sich entweder in Form einer Allergie oder als Bronchitis bzw.
Lungenentzündung äußert. Pilze der Gattung Aspergillus können auch
außerhalb der Lunge zu Entzündungen führen, wie z. B. im Gehirn oder im
Magen-Darm-Trakt. Seltener werden auch Haut, Ohren oder Herzklappen
befallen. Die Aspergillose wird mit sog. Antimykotika behandelt.
Candida parapsilosis, der Erreger der Candidose, wurde erwiesenermaßen 12-mal von erkrankten Straßentauben auf den Menschen übertragen.
Die sog. Candidose ist eine Infektion der Haut, der Schleimhäute oder
der inneren Organe mit Hefepilzen aus der Gattung Candida. Während eine
Candida-Infektion der Haut meist problemlos heilbar ist, können
Infektionen von inneren Organen sogar tödlich verlaufen.
Besonders bei Menschen mit geschwächtem Immunsystem
wie z. B. HIV-Patienten können Lungen, Herz, Magen, Darm, Leber, Milz
und das Zentralnervensystem betroffen sein. Kandidosen, die den gesamten
Organismus betreffen verlaufen in
70 % aller Fälle tödlich.
Von Straßentauben übertragene einzellige Krankheitserreger
In verschiedenen Untersuchungen konnten bislang 6 potenziell humanpathogene Einzellerarten bei Straßentauben nachgewiesen werden.
Eine
Übertragung dieser einzelligen Parasiten von der Taube auf den Menschen
ist v. a. bei einem direkten Kontakt mit erkrankten Tieren möglich.
Eine Übertragung von der Taube auf den Menschen konnte bislang lediglich für den Einzeller Toxoplasma gondii belegt werden, der die sog.
Toxoplasmose hervorruft. Dieser Parasit vermehrt sich v. a. in Zellen des Zentralnervensystems, der Leber, der Milz sowie der Lunge.
Die Toxoplasmose
stellt besonders während der Schwangerschaft ein besonderes Problem
dar, da eine Übertragung der Parasiten auf das ungeborene Kind möglich
ist. Im schlimmsten Fall stirbt der Embryo noch im Mutterleib ab, oder
das Neugeborene kommt mit schweren Schäden zur Welt.
Werden Erwachsene von Toxoplasma gondii infiziert, können sich
viele Monate oder Jahre später Schäden einstellen, die besonders das Zentralnervensystem und die Augen (Erblindung) betreffen.
Erste Symptome einer Toxoplasmose sind Fieber,
Müdigkeit, Mattigkeit, Kopfschmerzen, Muskel- und Gliederschmerzen oder
Durchfälle. Häufig befällt der Erreger auch die Lymphknoten.
Straßentauben als mögliche Überträger von Bandwürmern, Fadenwürmern und Saugwürmern
Straßentauben sind z. T. von Bandwürmern (Cestoden),
Fadenwürmern (Nematoden) und Saugwürmern (Trematoden) befallen. Eine
Übertragung dieser Parasiten von der Taube auf den Menschen ist zwar
denkbar, wurde allerdings bislang noch nicht zweifelsfrei belegt.
Bislang wurden drei Bandwurmarten, neun Arten von
Fadenwürmern und eine Saugwurmart bei Tauben nachgewiesen. Die Parasiten
leben in verschiedenen Organen ihres Wirtsorganismus und geben ihre
Eier über den Kot ab.
Der Mensch kann sich somit durch die Aufnahme von Taubenkot auch
mit den verschiedenen bei Tauben vorkommenden parasitischen Würmern
infizieren.
Bandwürmer (Cestoden) leben stets parasitisch im
Darm ihrer Wirtsorganismen. Ihr Körper besteht aus einem sog. Skolex und
zahlreichen, gleichförmig erscheinenden Körpergliedern, die als
Proglottiden bezeichnet werden. Die Wachstumszone hinter dem Skolex, der
als Verankerungsorgan im Wirtsdarm dient, liefert fortlaufend neue
Proglottiden, die alle ein vollständiges, zwittriges Geschlechtssystem
besitzen. Proglottiden mit voll entwickelten Eiern lösen sich vom Rest
des Tieres ab und werden zusammen mit dem Kot des Wirtsorganismus
ausgeschieden.
Wird dieser infizierte Kot beispielsweise über
verunreinigte Nahrung von einer anderen Taube oder aber auch von einem
Menschen aufgenommen, so schlüpfen aus den Bandwurmeiern im Darm des
neuen Wirtes neue Parasiten und ein neuer Vermehrungszyklus beginnt. Bei
Straßentauben kommt unter anderem die Bandwurmart Aporina delafondi
vor. Geschlechtsreife Individuen dieses weltweit verbreiteten Parasiten
erreichen eine Körperlänge von rund 15 cm.
Wesentlich häufiger als von Bandwürmern werden Tauben von Fadenwürmern (Nematoden) befallen. Bislang wurden
9
Nematodenarten in verwilderten Haustauben nachgewiesen. Eine dieser
Arten ist Capillaria columbae. Die ausgewachsenen Fadenwürmer leben in
der Darmschleimhaut ihrer Wirte, wo sie eine Schädigung und Ablösung der
Darmschleimhaut hervorrufen. Die Weibchen der Fadenwürmer produzieren
eine große Anzahl von Eiern, die mit dem Kot befallener Tauben ins Freie
gelangen. Zu diesem Zeitpunkt enthalten die Eier noch keine Embryonen.
Unter Laborbedingungen reiften bei einer Temperatur
von 30°C innerhalb von sechs bis sieben Tagen in den Eiern Embryonen
heran. Wurden die Eier in diesem Stadium an Hühner verfüttert, so
schlüpften die Embryonen innerhalb von 24 Stunden und ließen sich in der
Darmschleimhaut ihrer Wirtsorganismen nachweisen.
In nur 21 Tagen wuchsen die Parasiten dann zu
geschlechtsreifen Individuen heran und zu dieser Zeit ließen sich
erstmals Nematoden-Eier im Kot parasitierter Wirte finden. Ganz ähnlich
ist der Lebenszyklus der Fadenwurmart Ascaridia columbae, die ebenfalls
bereits bei verwilderten Haustauben nachgewiesen wurde.
Eine Übertragung von Fadenwürmern von befallenen
Tauben auf den Menschen ist denkbar, wenn Nahrungsmittel verzehrt
werden, die vom Kot erkrankter Straßentauben verunreinigt wurden.
Saugwürmer (Trematoden) fielen bei der Untersuchung
von Straßentauben bislang kaum auf. Lediglich in einer einzigen Studie
wurde die Trematodenart Echinoparyphium recurvatum in einer verwilderten
Haustaube nachgewiesen. Dies kann entweder bedeuten, dass ein
Saugwurmbefall bei verwilderten Haustauben recht selten auftritt,
oder aber entsprechende Untersuchungen bislang nicht systematisch durchgeführt wurden.
Eine Übertragung von Saugwürmern von erkrankten
Straßentauben auf den Menschen wurde bislang nicht nachgewiesen, ist
aber denkbar, falls mit der Nahrung Taubenkot aufgenommen wird, der
Saugwurmeier enthält.
Ein Befall des Menschen mit Saugwürmern wird als
Echinostomiasis bezeichnet. Meist verläuft diese Erkrankung unbemerkt.
Bei starkem Befall können Leibschmerzen, Durchfälle und eventuell auch
Blutarmut auftreten.
Quelle: Maiausgabe 2010 des DpS (Der praktische Schädlingsbekämpfer)
@FHP